Pferdefreundlich Reiten

Wenn du diese Seite liest, bist du wahrscheinlich auf der Suche nach etwas "anderem". Das Reiten so wie du es kennst, fühlt sich für dich nicht so gut an, wie du es gern hättest. Wie du es dir erhofft hattest, bevor du Reiten angefangen hast.

 

Für manche Reiter ist es einfach ein latentes, schwer zu fassendes Gefühl, dass irgendwas nicht so ganz stimmt.

 

Vielen Reitern ist es zu viel Druck gegenüber dem Pferd. Sie haben das Gefühl, dass auf ihr Reitpferd zu wenig eingegangen wird, dass es zu viel gezwungen wird.

 

Einige würden intuitiv gerne gebisslos reiten, oder am liebsten gleich ganz ohne alles...

 

Für andere ist es eine handfeste schlechte Erfahrung, die sie nicht wiederholen möchten. Ihr Pferd ist durchgegangen, außer Kontrolle geraten, vielleicht sind sie auch gestürzt und haben sich verletzt.

 

Du befindest dich in guter Gesellschaft. Schau mal den Reitern während dem Reiten ins Gesicht. Wer sieht so richtig glücklich aus? Wem zaubert der Ritt ein Lächeln auf sein Gesicht, noch während dem Ritt? Und wie sehr kannt du dich selbst beim Reiten loslassen? Ist dir zum Lächeln zumute?

 

Blöderweise sind diese unguten Gefühle während dem Reiten so weit verbreitet, dass es nicht weiter auffällt. Es ist der Normalzustand, und viele ziehen daraus den Schluss, dass es deshalb auch so richtig sein müsse. Aber das stimmt nicht...

Was, wenn es ein Geheimnis gäbe?

Und wenn Pferde sich gerne reiten lassen würden...?

Schon von Kindesbeinen an faszinierte mich Reiten als Gefühl der Freiheit und Verbundenheit. Wie eine Verschmelzung mit einem anderen Lebewesen... Freundschaft... das tanzende Pferd das mich auf seinen Rücken einlädt... der fröhliche Galopp über die Wiese...

 

Doch erstmal war der Weg hart.

 

In der normalen Reitschule in der ich zu reiten begann, musste ich mich schnell von meinem Traum verabschieden.

Entweder das Pferd unter Kontrolle halten - und zwar die ganze Zeit, oder das Ganze wurde gefährlich - und zwar schnell.

Die Reitlehrer waren in dieser Phase wenig hilfreich. Zwar lernte ich gut reiten, ritt sogar viele schwierige Pferde. Aber mehr auch nicht. Mein Bedürfnis nach Freiheit und Verbindung erfüllte sich nicht.

Der Traum stirbt

Viele Reiter passen sich, so wie ich, schon aufgrund von fehlenden anderen Möglichkeiten, dem System an und begraben ihren Traum. Die Realität hat sie eingeholt - meinen sie. Doch es lohnt sich, genauer hinzusehen, warum diese schlechten Gefühle entstehen. Meist passiert folgendes:

  • Die Pferde (!) fühlen sich nicht wirklich wohl in der Reit-Situation und lassen das den Reiter spüren.
  • Teilweise spüren die Reiter die Auswirkungen sehr direkt: die Pferde scheuen, verhalten sich unberechenbar, hysterisch oder offen unkooperativ, faul oder zäh.
  • Oft lassen die Pferde es die Reiter aber nur ganz latent spüren. Der Reiter ist dann vor dem Reiten aufgeregt, kann sich beim Reiten nicht wirklich entspannen, kann nicht gut sitzen weil er nicht in die Bewegung des Pferdes hineinkommt. Sehr viele Reiter sehen beim Reiten sehr angestrengt aus. Im besten Fall müssen sie sich dauernd stark konzentrieren um ja keinen Fehler zu machen. Im schlechtesten Fall reitet die Angst dauerhaft mit.

Der Weg aus der Falle

Zuerst musst du diesen gerade genannten Zusammenhang wirklich verstehen: Das Pferd fühlt sich schlecht, DESHALB fühlst du dich schlecht!

 

Nein, du musst nicht besser reiten lernen!

Nein, du musst das Pferd nicht technisch besser kontrollieren!

Nein, du musst es nicht gymnastizieren damit es dich besser tragen kann (und mit noch mehr Kraft unkooperativ sein kann).

 

Sondern:

Du musst das Pferd auf deine Seite holen! (Psychologisch gesprochen).

Es muss sich reiten lassen wollen!

 

Dann wirst du dich wohl und sicher fühlen, weil du es BIST. Und du wirst während deinem Ritt lächeln können! Weil du dich innerlich tatsächlich so fühlst.

Was du tun musst:

  • dich von einigem verabschieden, was in der normalen Reiterwelt als üblich gilt. Du musst keine neue Reitweise erlernen, aber trotzdem ein ganz neues Denken und Vorgehen lernen.
  • das Vertrauen deines Pferdes auch beim Reiten gewinnen. Dafür gibt es gezielte Übungen die sehr wirksam, aber nicht sehr bekannt sind...
  • die Leitpferdeposition auch beim Reiten übernehmen. Aber Schritt für Schritt! Nicht alles auf einmal! Nicht durch psychische Tyrannei oder "Zügel kurz und Hacken tief".
  • dein Pferd motivieren. Aber auf pferdisch. Wenn es selbst die Aufgabe tun will, musst du es nicht mehr zwingen... Und wenn es möchte, dass du reitest, wird es dafür sorgen, dass du oben bleibst...!!
  • pferdeverständliche Hilfengebung erlernen. Je nachdem wo du vorher geritten bist, ist das für dich sowieso schon selbstverständlich, oder aber doch eine gewisse Umstellung. Das Level das die Schüler in meinen Unterricht mitbringen ist hier sehr unterschiedlich. Wichtig für mich ist, aus dem Sitz heraus mit feinen Hilfen zu reiten. Dieses Ziel hat so gut wie jede Reitweise. Fakt ist: pferdeverständliche Hilfengebung ist sehr überzeugend da logisch, leicht erlernbar und erklärbar, und sogar leicht selbst erfahrbar.
  • einen geschmeidigen und sicheren, zügelunabhängigen Sitz erlernen. Nicht so schwer wie viele glauben...

Der Weg

Mein System "Pferdefreundlich Reiten" zeigt dir als Basis 11 aufeinander aufbauenden Übungen, mit denen du auch beim Reiten eine echte Freundschaft mit dem Pferd entwickeln kannst. So schaffst du es, dass echtes Vertrauen zwischen dir und deinem Reitpferd entsteht.

 

Und weißt du was? Dann entsteht etwas vollkommen Bezauberndes, das in der Pferdewelt fast vollkommen unbekannt ist: Die Pferde lassen uns dann tatsächlich gerne reiten. Ich habe es schon oft erlebt - und oft mit den verschiedensten Schülern und Pferden erarbeitet. Erwarte nicht, dass es von Anfang an immer zu 100 Prozent da ist, denn das wäre gelogen. Denn wir Menschen machen Fehler, und was ist schon 100prozentig? Auch eine gute Freundschaft bedeutet nicht 100 Prozent der Zeit pure Harmonie. Aber es ist doch so stark, dass du und dein Pferd es spüren. So stark, dass du nach einer Weile bemerken wirst, dass dein Pferd (sogar dein Schulpferd) dich am Koppeltor abholt. So stark, dass es für dich freiwillig einparkt, damit du aufsteigen kannst. So stark, dass es eifersüchtig reagiert, weil du das "falsche" Pferd geritten bist...

Und der Traum beginnt, sich aus der Asche zu erheben...

Ich kann dir aus Erfahrung sagen: es fühlt sich UNGLAUBLICH GUT an!

UND DAS BESTE IST: DU KANNST ES LERNEN!